KW 4 – Bücher, Sofa, Heiden- und Häkelzeugs

20140128-124431.jpg

Letze Woche habe ich im rechten Teil unseres Wohnzimmerboards geräumt. Ich hatte da die letzten Monate alle Bücher zum Thema Heidentum nur noch reingestopft. Irgendwo zwischen ein paar Sachen fürs Ritual und diversen Runensätzen. Bunt gemischt mit meinen Sachen vom VfGH lag da dann alles durcheinander. Irgend etwas rausholen um mal schnell nachzuschlagen wurde da zum Act. Jetzt ist alles sortiert und sauber eingeräumt. Einige Sachen habe ich ausgeräumt und werde die jemandem den ich aus einem Blog kenne zukommen lassen. Sie kann mit der Zeitung spirit, die ich unsinniger Weise eine zeitlang abonniert hatte, bestimmt mehr anfangen als ich. Die meisten Exemplare sind noch gänzlich ungelesen. Und das bei dem Preis… tststs.

Dann habe ich neben dem Sofa noch die ganzen Tüten mit Häkelzeug weggeräumt. Ich lagerte da zwischen Sofa und Wand drei verschiedene Projekte, die ich wechselseitig immer mal wieder anfasse um weiter zu machen. Leider ist zwischen den einzelnen Werken wochenlang Pause und so liegen die Sachen nur als Staubfänger auf dem Boden rum. Das hat mich definitiv schon länger gestört. Jetzt habe ich es endlich geschafft das in die Handarbeitsecke im Esszimmer ordentlich zu verstauen. Dort kann ich es genauso schnell rausholen wie neben dem Sofa, nur das es in den Pausen dazwischen aufgeräumt bleibt.

Schwesternglück

Ich war kein halbes Jahr „auf Kurs“ als sich zufällig herausstellte das meine Schwester bereits seit Jahren der
Alten Sitte folgt. Wir waren beide ganz schön verblüfft über die Erkenntnis das wir unabhängig voneinander
den selben religiösen Weg eingeschlagen hatten.

Amüsant war es auch, zu erkennen das sie wohl der Meinung war ich sei zu konservativ dafür und ich dachte
sie interessiert sich für Religion überhaupt nicht. So kann man sich in seiner Schwester täuschen obwohl wir
uns schon so lange kennen und uns früher auch mal so innig nahestanden.

Ich für meinen Teil habe dadurch wieder mehr Zugang zu meiner Schwester gefunden, die mir lange Jahre
fremd geworden war und zu der ich kaum noch Kontakt hatte. Ich bin dankbar dafür mein Schwesterherz
wieder ein Stück näher bei mir zu wissen.

Alte Pfade neu entdeckt

Seit Ende Juni 2008 weis ich, dass ich „germanische“ Heidin bin. Im Umkehrschluß bedeutet das nicht das ich es vorher nicht auch schon gewesen wäre. Bis dahin wusste ich einfach nur nicht das es auch für mich eine Religion gibt in der ich mich zuhause fühle, die sich richtig für mich anfühlt und nach deren Inhalte ich mich gesehnt habe.

Am Anfang meines Weges hatte ich ganz schön Schmetterlinge im Bauch. Meine Gefühle und Gedanken wurden regelrecht von der Lawine des „zu-Hause-seins“ überrollt. Aber dann wieder, wie könnte es anders sein, die Zweifel die ständig nagen: Habe ich noch alle Latten am Zaun überhaupt in Betracht zu ziehen das tatsächlich es mehr als nur den Christengott gibt?

Der Kampf zwischen Glücklichsein und Zweifeln dauerte Monate. Mein Vertrauen in mich und die Götter haben gesiegt. Nein, nicht das ich jetzt der Meinung wäre da kommen nie wieder Zweifel, aber ich denke das mich die nicht gleich wieder in eine völlige Sinnkrise stürzen können.

Beim Verein für germanisches Heidentum habe ich mich sehr rasch angemeldet und es bis heute nie bereut. Warum auch immner, bin ich bei meiner Internetrecherche als erstes über den VfGH gestolpert und fühlte mich dort von deren Seriösität angezogen. Schon wenig später wurde ich von Ylva zum Herbstfest des Herdes Bilskirnir nach Franken eingeladen. Seitdem war ich auf jedem der Feste und es tut immer wieder gut in der Gemeinschaft zu sein wo man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Ich will Euch ein wenig teilhaben lassen an meinem Weg, meinen Gedanken und Gefühlen und an meiner Freude nach so vielen Jahren des Suchens meine göttlichen Verwandten endlich gefunden zu haben.