Satt, aber nicht vom Leben.

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Machtspiele der Ernährung

Ich versuche derzeit Körper und Geist wieder etwas mehr zusammenzubringen. Nicht nur in Sachen Ernährung aber das ist mein aktueller Hauptansatzpunkt. Ich wiege viel mehr als mir lieb ist, bin viel schwerer als mein Wohlfühlgewicht. Letzteres entspricht nicht irgendwelchen Medien- und Gesundheitsapostelnormen sondern eigener körperlicher Erfahrung. Dazu müsste ich allerdings rund 20 Kilo abnehmen.

Das ist verdammt viel wenn ich mir das bildlich so vorstelle. Andererseits… ich habe vor etwa 10 Jahren über 40 Kilo abgenommen. Aber da war ich vom Thema Essen noch nicht so gefrustet. Seit ich kontinuierlich wieder zunehme, quäle ich mich von einem halbherzigen Abnehmversuch zum nächsten. Abwechslung bekommt das Ganze durch Phasen in denen mir mein Übergewicht egal ist. Dementsprechend mache ich einen Schritt vor und zwei zurück.

Ich habe die Schnauze voll! Sowohl vom Kalorienzählen, von immer größeren Konfektionsgrößen als auch von meiner immer rapider abnehmenden Alltagsfitness. Ich will, dass mir Essen wieder Spaß macht und nicht bei jedem Bissen Kalorien- und Nährstofftabellen vom meinem inneren Auge ablaufen – schlechtes Gewissen inklusive. Gut, ich gebe zu, dass ich noch nie was von einseitigen Diäten gehalten habe und mir das nicht in den Sinn kommen würde, drei Wochen Kohlsuppe, Ananas oder Reis zu essen. Bäh! Schon bei dem Gedanken daran könnte ich „Rückwärtsessen“.

Sport wird immer als das Allheilmittel schlechthin gepriesen. Ohne den soll es mit dem Abnehmen angeblich nicht klappen. Aha, und wie soll das jemandem, der schon bei zwei Treppenabsätzen ins Keuchen kommt, Spaß machen? Achso, auf den Spaß kommt es gar nicht an? Durchquälen soll man sich der Gesundheit zuliebe. Das soll also die Lösung sein? Ne Kinder, ich weis aus Erfahrung, dass Sport nicht zwingend zum Abnehmen sein muss. Ich freue mich wenn ich eine größere Runde spazieren gehen kann und das in gemäßigtem Tempo. Jede, auch kleine, Bewegung zählt. Auf Herzrasen vor lauter Anstrengung habe ich keinen Bock. Über echten Sport in eigentlichem Sinne lasse ich wieder mit mir reden, wenn ich nicht mehr bei jeder Kleinigkeit außer Puste komme.

Also zum Donnarwetter, was soll dann die Lösung sein? Intuitives Essen! Ja, klingt erst mal irre oder? Man isst ja schließlich immer intuitiv wenn einem danach ist – denkt man. In Wirklichkeit haben viele von uns den Kontakt zu den natürlichen Körpersignalen schon lange verloren. Das könnte der Grund schlechthin für Eßstörungen sein. Ich bin zufällig vor einigen Wochen beim Stöbern in einem Online-Büchershop an dem Buch: „Intuitiv abnehmen: Zurück zu natürlichem Essverhalten“ hängen geblieben.

Ich bin immer noch dabei herauszufinden, wann ich in welchem Hungerstadium bin und mich entsprechend zu verhalten. Es gibt eine Skala von 0 (fast verhungert) bis 10 (zum platzen satt). Eigentlich ist es ganz einfach: honoriere deinen Hunger und esse was dir wirklich schmeckt. Praktisch ist das gar nicht so primitiv wie es theoretisch liest! Ziel der Übung ist es, möglichst irgendwo in der Mitte (5 = neutral) zu bleiben. Jedes Extrem in die eine oder andere Richtung ist quasi ein Indiz dafür, dass man seine Bedürfnisse nicht respektiert.

„…was wirklich schmeckt…“ Man glaubt gar nicht wie viele Sachen man futtert, die plötzlich gar nicht mehr so doll sind wenn man sie mal richtig mit allen Sinnen verkostet. Konsistenz, Geschmack, Geruch und Optik stehen da in Konkurrenz zu altbekannten Verhaltensmustern, Erinnerungen und verbundenen Emotionen. Bei manchen Sachen will ich gar nicht glauben das sie „in echt“ so gruselig schmecken. Ganz bekannte Danke-Pralinés schmecken sowas von fettig, das ist schon regelrecht ekelig.

Es geht im ersten Schritt der Revolution gar nicht darum sich irgend etwas zu verbieten. Im Gegenteil, das soll nie wieder Thema sein. Kalorienzählen, Wiegen und andere Diätmentalitäten sollte man über Bord werfen. Gut, ich bin jetzt sowieso nicht der Typ der viel auf verallgemeinerte (Gesundheits-)Regeln gibt oder ausschließlich in Schubladen denkt. Daher habe ich mit einigen wesentlichen Ratschlägen aus dem Buch keine Assimilierungsschwierigkeiten. Wenigstens schon mal das 😀

KW 6 – Häkeleien und angefangene Werke

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Nun, ich weis nicht ob das gilt aber ich habe diese Woche hauptsächlich mal an Häkelarbeiten weitergemacht, die schon seit Jahren (!) angefangen rumliegen. Eine Jacke in Grün-, Blau und Weistönen. Diese Woche werde ich nicht mehr fertig aber ich habe fest vor das Teil bis zum Frühjahr endlich zu einem Ende zu bringen.

Ich fange immer so viele Handarbeitssachen an und lasse sie dann monate- und jahrelang rumliegen weil es so lange dauert mit der Fertigstellung. Wenige Tage nach Beginn bin ich schon wieder Feuer und Flamme für das nächste Projekt. Irgendwie entgeht mir da immer, dass sich die schönen Sachen nicht von alleine machen. 😉

Bin einfach zu ungeduldig. Ich brauche schnell Ergebnisse, da ist ein langwieriges Projekt wie eine Jacke nicht gerade optimal. Dennoch will ich die sieben oder acht angefangenen Projekte dieses Jahr endlich mal beenden. Entweder indem ich sie vollende oder auftrenne und die Wolle für etwas anderes verwende.

Der Fußballrahmen ist eine Ode an die Freude, dass mein Fußballverein endlich mal wieder souverän gewonnen hat letzten Sonntagmittag. 🙂

KW 5 – Schals und Postkarten

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Uhh, es wird schwerer dran zu bleiben. Ich kann mich gerade nicht recht zum Ausmisteln aufraffen. Und das was ich ausräume, das landet erst mal in der Verkaufs-Schublade im Wohnzimmer. Es ist immer so mühselig Angebote einzustellen und wenn ich dann nicht das finanziell rausbekomme, was ich eigentlich denke das es wert ist, dann muss ich mich dazu auch noch ärgern.

Ich habe von meinen rund 25 Schals jetzt zwei Drittel aussortiert. Schade, viele davon sind handgestrickt oder -gehäkelt. Alles schön individuell aber was soll ich mit solchen Unmassen von Schals? Meist habe ich einige Wochen lang die gleichen Favoriten und dann ist fast der Winter schon um und ich brauche keine Halswärmer mehr. Mal sehen ob das reiche Angebot von Handarbeit überhaupt Abnehmer auf dem Verkaufsportal findet.

Exklusive Sachen möchte laut Medien jeder und jede, wenn man dann aber handgemachtes anbietet soll es möglichst nix kosten. Gleichzeitig wird aber für Industrieware mit irgend einem bekannten Label ganz stolz irre viel Geld auf den Tisch gelegt. Die Logik verstehe ich nicht. Aber wahrscheinlich bin ich da ganz anders drauf als die Masse an Schafen da draußen.

KW 4 – Bücher, Sofa, Heiden- und Häkelzeugs

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Letze Woche habe ich im rechten Teil unseres Wohnzimmerboards geräumt. Ich hatte da die letzten Monate alle Bücher zum Thema Heidentum nur noch reingestopft. Irgendwo zwischen ein paar Sachen fürs Ritual und diversen Runensätzen. Bunt gemischt mit meinen Sachen vom VfGH lag da dann alles durcheinander. Irgend etwas rausholen um mal schnell nachzuschlagen wurde da zum Act. Jetzt ist alles sortiert und sauber eingeräumt. Einige Sachen habe ich ausgeräumt und werde die jemandem den ich aus einem Blog kenne zukommen lassen. Sie kann mit der Zeitung spirit, die ich unsinniger Weise eine zeitlang abonniert hatte, bestimmt mehr anfangen als ich. Die meisten Exemplare sind noch gänzlich ungelesen. Und das bei dem Preis… tststs.

Dann habe ich neben dem Sofa noch die ganzen Tüten mit Häkelzeug weggeräumt. Ich lagerte da zwischen Sofa und Wand drei verschiedene Projekte, die ich wechselseitig immer mal wieder anfasse um weiter zu machen. Leider ist zwischen den einzelnen Werken wochenlang Pause und so liegen die Sachen nur als Staubfänger auf dem Boden rum. Das hat mich definitiv schon länger gestört. Jetzt habe ich es endlich geschafft das in die Handarbeitsecke im Esszimmer ordentlich zu verstauen. Dort kann ich es genauso schnell rausholen wie neben dem Sofa, nur das es in den Pausen dazwischen aufgeräumt bleibt.

KW 3 – Kerzen, Tischware und Briefumschläge

KW03

Letzte Woche war ich etwas faul. Konnte mich erst zum Wochenende aufraffen wieder was auszusortieren. Irgendwie war jeden Abend was anderes und ab einer gewissen Uhrzeit will ich einfach nicht mehr Hirnschmalz aufkochen, um irgendwo etwas wegwerfen zu können.

Kerzen, Tischdecken und Servietten habe ich mir vorgeknöpft. Ich hebe mir vom Mittwintergesteck, für die christlich angehauchten unter Euch auch als Adventsgesteck/-kranz bekannt, die nur wenig abgefackelten Kerzen auf. Nun habe ich schon aus mehreren Jahren eine Sammlung von Stümpfen hier rumliegen. Neuer Dezember, neues Gesteck und somit wieder vier brandneue Kerzen. Same procedure as…

Ich mache mir unterm Jahr einfach nichts aus Kerzen. Klar könnte Frau die abends im Wohnzimmer munter auf dem Tisch tanzen lassen, oder vielleicht auf dem Balkon im Sommer zum abendlichen Absacker? Nein, das geht wunderbar auch ohne! Zudem müsste man die Kerze dann wieder irgendwie nett anrichten bzw. mit Dekor umgeben. Den Stumpf einfach so auf den Tisch stellen sieht ja wohl auch öde aus. Also, weg mit den angebrannten Resten! Irgendwie schade drum, aber ich kenne niemandem dem ich die Dinger andrehen könnte.

Tischdecken sind auch so eine Sache. Benötige ich außer bei den zwei oder drei besonderen Anlässen im Jahr auch nicht. Unser Wohnzimmertisch ist so schön mit seinem Holz und Rauchglas – wieso sollte ich das mit einer Tischdecke verstecken? Im Esszimmer ist auf der Holzplatte eine kleine Mitteldecke drauf und darüber eine klare Plastikdecke. So kann Gekleckere nach dem Essen problemlos abgewischt werden. Selbst die Mitteldecke wechsle ich höchstens zweimal im Jahr. Sie wird ja nicht schmutzig unter der Überdecke. Ständig umdekorieren? Nein danke, keine Lust. Also ab mit mehreren Decken und Deckchen in die Altkleidersammlung.

Und Servietten? Also bitte, im Alltag benötigt man sowas nun wirklich nicht. Auch bei Geburtstagsfeiern habe ich in der Vergangenheit meistens fast alle aufgedeckten Servietten unbenutzt in den Müll werfen müssen, weil sie keiner wirklich gebraucht, sondern nur verlegenheitshalber zerknittert hat. Ich habe mir deshalb mittlerweile angewöhnt Servietten gesammelt in einem Halter auf den Tisch zu stellen. Wer eine benötigt kann sie sich da raus nehmen. Wenn nicht dann können die Dinger danach wieder in den Schrank zurück. Neue zu kaufen erübrigt sich nahezu völlig, da bei vollem Tisch nur ein oder zwei verbraucht werden. Die vielen angeknitterten im Schrank habe ich jetzt zu meiner Rolle Küchentücher gelegt. Kann man so noch sinnvoll verwenden bevor sie zum Restmüll wandern.

Briefumschläge und gekaufte Blanko-Karten habe ich durch meine Basteleien mehr als genug. Ich habe mir eben hier und da immer wieder mal was gekauft. Gerne natürlich im Package, obwohl ich gar nicht so viele bräuchte. Man will ja was haben für`s Geld. Jetzt habe ich dafür den Salat und die Schubladen sind voller Dinge, die ich in den Massen gar nicht benötige. Also mal gut die Hälfte aussortiert und schon habe ich wieder etwas was ich verkaufen kann. Es gibt schließlich andere wie ich (es war), die gerne solche Sammelangebote wahrnehmen.

In meinem plötzlichen Wahn habe ich auch den Telefonschrank komplett ausgeräumt und alles aussortiert was da unnötig lagert. Die Medikamente endlich mal von der untersten Schublade in die zweite von oben geräumt. Das blöde runterknien auf den Boden hat mich schon lange gestört.

KW 2 – Kleider und kein Ende

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Auch letzte Woche war ich wieder fleißig am aussortieren. Diesmal waren erneut, nach Ende Dezember 2013, Klamotten dran. Es ist unglaublich aus welchen Ecken die immer kriechen 🙂 Einige Sachen habe ich weg in Altkleider, andere schon wieder im Verkauf.

Schon von Haus aus hat meine Mom nie Markenklamotten gekauft. Das konnte sie finanziell gar nicht. Ehrlich gesagt habe ich mir das bis heute bewahrt. Ob die Jeans nun ein bekanntes Label dran hat oder ein No-Name-Produkt ist, das interessiert mich herzlich wenig. Preis-Leistung muss stimmen und das Bekleidungsstück natürlich passen und überhaupt muss ich mich darin wohlfühlen.

Preis-Leistung ist so eine Sache, wenn man wie ich gerne auf ökologisch korrekte Kleidung umsatteln will. Was ist fair, was nur Abzocke? Ich werde bestimmt jetzt nicht meine ganzen Schränke räumen, aber so nach und nach kann ich mir eine „Garderobe mit gutem Gewissen“ gut vorstellen. Deerberg hat tolle Öko-Schuhe. Da kostet das Paar aber eben nicht nur mal 20 Euro. Ich wünschte es gäbe irgendwo eine verlässliche Quelle, welche Versand- und Einzelhändler wirklich sozial und ökologisch korrekte Sachen haben.

Anderes Thema: Meine Bücher von KW01 bin ich fast alle los. Hat gut Geld gegeben. Weit mehr als ich zu hoffen gewagt habe. Dafür bin ich auch fast 4 Abende dran gesessen, und habe verpackt wie die Weltmeisterin. Der Götter sei Dank, manche haben sich mehrere Teile ersteigert. Andernfalls hätte ich Nachtschichten einlegen müssen

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